Sonderpflege

PFIFF engagiert sich seit vielen Jahren dafür, dass Kinder mit Behinderung oder chronischer Erkrankung in familiärer Geborgenheit aufwachsen können - auch dann, wenn ihre Eltern sie nicht betreuen können.

 

Wir suchen Familien, Paare, Alleinerziehende oder Einzelpersonen, die Kindern und Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderung einen verlässlichen familiären Lebensort bieten, wenn dies in ihrer Herkunftsfamilie nicht gegeben ist. Tragfähige Beziehungen sind eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung eines jeden Kindes. Durch die familiäre Betreuung bieten Sie einem Kind die unschätzbare Chance eines auf Dauer angelegten verlässlichen Bindungsangebotes. Das natürliche Umfeld einer Familie mit all seiner Vielfalt gibt dem Kind die Geborgenheit und den schützenden Rahmen, den es braucht, um sich gut entwickeln zu können.

> Pflegefamilie werden

Wenn Sie ein Kind mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung in Ihre Familie aufnehmen wollen, sollten Sie folgende Fähigkeiten mitbringen:

  • eine medizinische, psychologische, pflegerische oder pädagogische Vorbildung,
  • Freude am Zusammenleben mit behinderten Kindern,
  • Belastbarkeit, Gelassenheit, Toleranz und Humor,
  • Freude auch über kleinste Fortschritte,
  • Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie,
  • intensive Kooperation mit dem PFIFF-Fachdienst Sonderpflege sowie Ämtern, Ärzten, Therapeuten und Pädagogen,
  • ein gutes soziales Netzwerk, das Sie als Pflegefamilie unterstützt und entlastet.

Es wäre hilfreich, wenn Sie bereits Vorerfahrungen im Umgang mit Menschen haben, die von Behinderung oder Krankheit betroffen sind. Eine zwingende Voraussetzung ist dies aber nicht.


Grundsätzlich ist es auch in der Sonderpflege eine Voraussetzung, dass Sie sich als Pflegestelle qualifizieren und anerkennen lassen. Gerne besprechen wir mit Ihnen, welche Möglichkeiten Sie hier entsprechend Ihres Wohnortes haben.

Sie haben bereits Pflegekinder in Ihrer Familie betreut und haben den Wunsch, ein Kind mit Behinderung oder einer chronischen Erkrankung bei sich aufzunehmen? In einem gemeinsamen Gespräch klären wir mit Ihnen, welche Schritte hier noch notwendig sind.

Für einen ersten Kontakt wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle unter der Telefonnummer 040.41 09 84-60 oder an unsere Anfragekoordinatorin für die Sonderpflege, Almut Benter, unter 0176.41 83 99 63 oder per E-Mail.

 

> Pflegefamilie sein

Kinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen bringen jeweils ganz unterschiedliche Fähigkeiten, aber auch Bedarfe mit. Jedes Kind ist einzigartig und auch die Auswirkungen und Herausforderungen von Behinderungen und Krankheiten im Alltag einer Pflegefamilie sind vielfältig.

Unser Fachdienst Sonderpflege begleitet Sie sowohl in der Vorbereitung für die Aufnahme eines Kindes mit Behinderungen als auch während Ihres Engagements mit Beratung, Fortbildungen oder auch bei Anträgen, wie etwa für Reha-Hilfsmittel oder Therapien. Des Weiteren bieten wir Ihnen

  • einen Vertrag mit dem zuständigen Jugend- oder Sozialamt, der Ihren Bedürfnisse entgegen kommt,
  • eine angemessene finanzielle Ausstattung,
  • eine enge Anbindung an unseren Fachdienst,
  • regelmäßige Angebote zur Fortbildung und Supervision.

Unser Ziel ist Ihre bestmögliche Unterstützung, damit Sie möglichst viel Zeit für die Betreuung des Kindes haben.

> Vermittlungsanfragen von Jugendämtern/Sozialämtern

Sprechen Sie uns gern an, wenn Sie für ein Kind mit Behinderung oder chronischer Erkrankung eine Pflegefamilie suchen. Unser Fachdienst Sonderpflege bietet Jugendämtern und Sozialämtern:

  • qualifizierte und belastbare sonderpädagogische Pflegefamilien mit pflegerischer, medizinischer psychologischer oder (heil-)pädagogischer Vorbildung,
  • ein erfahrenes Team mit spezialisierten Fachkräften, das die Pflegefamilien engmaschig und kompetent begleitet und entlastet,
  • ein gut ausgebautes ExpertInnen-Netzwerk.

Für einen ersten Kontakt wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle unter der Telefonnummer 040.41 09 84-60. Haben Sie eine konkrete Anfrage für ein Kind oder einen Jugendlichen? Dann erreichen Sie unsere Anfragekoordinatorin für die Sonderpflege, Almut Benter, unter 0176.41 83 99 63 oder per E-Mail.

> Häufige Fragen

Wer kann Pflegefamilie der Sonderpflege werden?
Pflegefamilien sind so vielfältig wie die Kinder, um die es geht! Als Pflegeeltern können Sie alleinstehend, ein lesbisches/schwules Paar oder eine "klassische Familie" sein. Selbstverständlich sind auch InteressentInnen mit Migrationsgeschichte herzlich willkommen. Entscheidend ist, dass Sie auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen können, das Ihnen anvertraut wird. 

Benötigt man als Pflegeeltern eine bestimmte Berufsausbildung für die Sonderpflege?
Nach Möglichkeit soll mindestens ein Elternteil über eine pflegerische, medizinische, psychologische oder pädagogische  Vorbildung bzw. Qualifikation verfügen.

Gibt es eine Altersgrenze für Pflegeeltern der Sonderpflege?
Nein, es gibt keine starre Altersgrenze. Entscheidend ist, ob die Pflegeeltern das Kind so begleiten können, wie es nötig ist.

Wie viele Kinder kann eine Sonderpflegefamilie gleichzeitig betreuen?
Auch hier gibt es keine feste Zahl. Es wird im Einzelfall geprüft, was leistbar ist.

Wie sind wir als Sonderpflegefamilie finanziell abgesichert? Kann die Hauptbetreuungsperson berufstätig sein?
Pflegefamilien der Sonderpflege erhalten ein angemessenes Honorar, weil die Pflege von Kindern mit Behinderung oder chronischer Erkrankung mit erhöhtem Aufwand verbunden ist. Ob eine Berufstätigkeit der Hauptpflegeperson möglich ist, hängt vom Betreuungsbedarf des Kindes ab.

> Kontakt

Für einen ersten Kontakt wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle unter der Telefonnummer 040.41 09 84-60 oder per E-Mail.

 

Ansprechpersonen in unserem Sonderpflegeteam: 

Christiane Arndt 040.41 09 84-72 E-Mail
Almut Inga Benter 0176.41 83 99 63 E-Mail
Vanessa Suer
040.41 09 84-86 E-Mail
Jürgen Wicklein 040.41 09 84-71 E-Mail

 

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Klaus Schuller, Mitarbeiter von PFIFF im Bereich Vollzeitpflege und Patenschaften für Kinder psychisch kranker Eltern, hat in der Zeitschrift "Stadtpunkte 1-2018" einen lesenswerten Artikel zum Thema "Förderung der psychosozialen Gesundheit beim Übergang in eine Pflegefamilie" veröffentlicht. Hier können Sie den Beitrag aufrufen.

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